Entsafter

Mit einem Entsafter lassen sich Obst- und Gemüsesäfte ganz einfach selbst herstellen. In unseren Kaufratgeber erfahren Sie mehr zu den praktischen Küchengeräten.

Kaufratgeber Entsafter - Frische Säfte für jeden Haushalt

Mit einem Entsafter, auch Saftpresse genannt, lassen sich erfrischende und gesunde Säfte kostengünstig und in beliebigen Geschmacksrichtungen und Variationen selbst herstellen. Aus frischen Früchten, Obst und Gemüse entstehen so schnell und einfach Säfte ohne Konservierungsstoffe oder zugesetzten Zucker. Mehr zu den praktischen Küchengeräten erfahren Sie in unserem expert-Kaufratgeber.

Persönliche Beratung zum Thema Entsafter gewünscht? In Ihrem expert Fachmarkt in Ihrer Nähe helfen wir Ihnen gerne mit der Auswahl einer passenden Saftpresse.

Inhalte

Was ist ein Entsafter?

GASTROBACK Entsafter Design Multi Juicer
GASTROBACK Entsafter Design Multi Juicer (Quelle: GASTROBACK)

Ein Entsafter, auch als Saftpresse oder Obstpresse bezeichnet, extrahiert den Saft aus frischem Obst, Gemüse oder Früchten. Entsafter sind so konstruiert, dass sie den Saft von den festen Teilen der Lebensmittel trennen und somit einen klaren frischen Saft gewinnen.

Arten von Entsaftern

Im Allgemeinen kann man zwischen drei verschiedenen Arten von Saft- bzw. Obstpressen unterschieden. Hier ein kurzer Überblick über die einzelnen Typen:

Zentrifugalentsafter

Zentrifugalentsafter arbeiten mit schnell rotierenden Messer- und Reibescheiben, die das eingelegte Obst und Gemüse zerkleinern, um anschließend mit der erzeugten Zentrifugalkraft den entstandenen Fruchtbrei zu entsaften.

Slow Juicer

Slow Juicer, die auch gerne als mastizierende Entsafter bezeichnet werden, arbeiten im Gegensatz zu Zentrifugalentsaftern ohne Schneidemesser, sondern mit sogenannten Presswellen. Diese zerdrücken die Zutaten und pressen sie gegen ein Sieb, um so den Saft herauszufiltern.

Dampfentsafter

Dampfentsafter erzeugen einen Wasserdampf, der die Zellen der Früchte aufbricht und den daraus austretenden Saft in einem Auffangbehälter auffängt. Bei manchen Modellen ist es auch möglich, den Saft direkt in Flaschen abzufüllen. 

Entsafter vs. Mixer - Das sind die Unterschiede

In der nachfolgenden Tabelle haben wir Ihnen einmal kurz zusammengestellt, worin die Unterschiede beim Herstellen eines Saftes mit einem handelsüblichen Mixer oder einem Entsafter bestehen.

 

Entsafter

Mixer

Unterschiede

Trennt den Saft von den Faserstoffen

Saft und Faserstoffe werden beim Smoothie nicht getrennt

Nährstoffaufnahme

Die Nährstoffe sind hoch konzentriert und werden schnell und leicht vom Körper aufgenommen

Ein Teil der Nährstoffe bleibt in den Faserstoffen enthalten, wodurch eine langsamere Nährstoffaufnahme entsteht.

 

Einfach selbst gemacht: Welcher Entsafter für welchen Saft?

Um Ihnen bei der Wahl des richtigen Entsafters für Ihr persönliches Lieblingsgetränk zu helfen, haben wir Ihnen hier einmal eine Liste der beliebtesten Säfte zusammengestellt.

Apfelsaft

Für Apfelsaft können Sie einen Slow Juicer oder einen Zentrifugalentsafter wählen. Wenn Sie viel Apfelsaft herstellen möchten, dann empfiehlt sich ein Zentrifugalentsafter. Die meisten dieser Entsafter haben eine Einfüllöffnung die groß genug ist, um mittelgroße Äpfel direkt aufnehmen zu können, wodurch ein vorheriges Zerkleinern entfällt. Dies spart Zeit.

Bei einem Slow Juicer entsteht aus der gleichen Menge Äpfel mehr Saft, sodas diese Option kosteneffizienter ist. Auch bleiben durch das schonendere Verfahren mehr Nährstoffe erhalten und der Farbton des Saftes ist weniger bräunlich und damit appetitlicher anzusehen. Das kann vor allem eine wichtige Rolle spielen, wenn auch der Nachwuchs dazu erheitert werden soll, sich etwas gesünder zu ernähren. 

Selleriesaft

Mit einem Slow Juicer lässt sich ein Selleriesaft am besten herstellen. Nicht nur ist ein Slow Juicer deutlich effizienter, da er eine höhere Saftausbeute erreicht, er schafft es auch mehr Vitamine zu erhalten. Sollten Sie also zum Beispiel eine Selleriesaft-Kur machen wollen, dann sind Slow Juicer deutlich effizienter als Zentrifugalentsafter, da sie weniger Zutaten benötigen und gesünder sind.

Traubensaft

Trauben lassen sich am besten mit einem Slow Juicer oder einem Dampfentsafter verarbeiten. Hierbei kommt es im Besonderen darauf an, wie viele Trauben Sie entsaften wollen. Im Grunde kann man festhalten, je mehr Trauben sie haben, desto eher lohnt sich ein Dampfentsafter. Doch hier ist auch Vorsicht geboten. Wenn es nämlich Ihr Ziel ist, einen heimischen Wein aus Ihrer Ernte zu erzeugen, dann sollten Sie bedenken, dass bei einer Weinkelterung die Trauben kalt entsaftet werden müssen.

Gelee

Wenn Sie Früchte zur Geleeherstellung entsaften möchten, dann empfiehlt sich ein Dampfentsafter. Die hierbei angewendete Hitze verhilft dabei, dass möglichst viel des in den Früchten enthaltenen Piktins in den Saft gelangt. Dieses kann dann, zusammen mit Zucker und Säure, die typische Geleestruktur erzeugen. Es empfiehlt sich aber den Saft vor der Zuckerzugabe etwas abkühlen zu lassen, um dem Piktin eine noch bessere Entfaltungsmöglichkeit zu geben.

Auf was sollte man achten bei einem Entsafter?

Neben der Auswahl zwischen Zentrifugalentsafter, Slow Juicer oder Dampfentsafter gibt es noch weitere Merkmale, die eine einfache Handhabe und lange Haltbarkeit des Gerätes versprechen.

  • Leistung und Geschwindigkeitsstufen: Achten Sie auf ausreichende Leistung, um die gewünschten Früchte und Gemüsesorten zu entsaften. Unterschiedliche Geschwindigkeitsstufen können für verschiedene Zutaten nützlich sein.
  • Einfüllöffnung: Eine größere Einfüllöffnung kann die Vorbereitungszeit minimieren, da Sie direkt größere Stücke Obst und Gemüse verwenden können.
  • Größe des Auffangbehälters: Achten Sie darauf, dass der Auffangbehälter groß genug ist, um die Menge an Saft aufzunehmen, die Sie zubereiten möchten.
  • Saftausbeute: Effizienz ist wichtig. Ein guter Entsafter sollte eine hohe Saftausbeute haben, damit Sie das Beste aus den Früchten herausholen können.
  • Lautstärke: Zentrifugalentsafter neigen dazu, lauter zu sein als Slow Juicer. Wenn Ihnen die Geräuschentwicklung wichtig ist, wählen Sie eher einen Slow Juicer oder ein Modell, das als besonders leise beworben wird.
  • Hochwertige Verarbeitung: Stabile Materialien und eine hochwertige Verarbeitung sind entscheidend, damit Sie lange etwas von Ihrem Entsafter haben.
  • Zusätzliche Funktionen: Einige Entsafter bieten zusätzliche Funktionen wie Rückwärtslauf, um Verstopfungen zu vermeiden, oder verschiedene Siebe für unterschiedliche Saft-Texturen.
  • Reinigung: Ein leicht zu reinigender Entsafter spart Zeit und erleichtert die regelmäßige Nutzung. Überprüfen Sie deshalb, ob die einzelnen Teile spülmaschinenfest sind.

Welcher Entsafter ist leicht zu reinigen?

Slow Juicer sind in der Regel am einfachsten zu reinigen. Dies liegt vor allem daran, dass die verarbeiteten Teile, insbesondere das Sieb, bei Slow Juicern deutlich kleiner sind als zum Beispiel bei Zentrifugalentsaftern. Auch lässt sich ein Presswerk besser reinigen als die Messer- und Reibescheiben, die in einem Zentrifugalentsafter enthalten sind. Am aufwendigsten ist die Reinigung bei einem Dampfentsafter. Da diese meist aus einer Vielzahl von Teilen bestehen, darunter Töpfe und Schläuche, benötigt man hier besonders viel Zeit zum Reinigen.

Welcher Entsafter ist der Beste?

Die Frage, welcher Entsafter das Beste ist, ist nicht leicht zu beantworten. Die Stiftung Warentest testet regelmäßig Entsafter der bekanntesten Marken. Hierbei werden die Geräte nach den Kriterien Entsaften, Handhabung, Haltbarkeit, Sicherheit und Lautstärke beurteilt.

Bewertungen von unabhängigen Portalen können ein guter Hinweis auf die Qualität eines Entsafters sein. Da es jedoch völlig unterschiedliche Anforderungen an einen Entsafter gibt und die Bewertungskriterien daher nicht alle die gleiche Wertigkeit besitzen, kann es auch nicht den einen besten Entsafter geben. Der Wichtigste Hinweis auf die Qualität eines Entsafters ist daher einzig und allein die Erfahrung. In unseren expert-Märkten stehen unsere Fachexperten Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite.

Welcher Entsafter passt zu mir?

SEVERIN ES 3566 Entsafter
SEVERIN ES 3566 Entsafter (Quelle: Severin)

Wenn es darum geht den richtigen Entsafter für die eigenen Bedürfnisse zu finden, dann kommt es auch auf die Anforderungen an, die das Gerät erfüllen soll. Um Ihnen die Wahl zu erleichtern, haben wir Ihnen hier einmal ein paar Vor- und Nachteile der jeweiligen Entsafter-Typen zusammengestellt.

  • Zentrifugalentsafter haben den Vorteil, dass Sie wenig Vorbereitung brauchen, da Sie die Zutaten nicht erst zerkleinern müssen und dies mit ihren integrierten rotierenden Messer- und Reibescheiben selbst schaffen. Solange Sie saftige Obst- und Gemüsesorten nutzen, ist auch die Saftausbeute gut, sobald Sie aber etwas fasrige Zutaten wie zum Beispiel Blattgemüse oder auch Kohlsorten verwenden nimmt diese stark ab.

  • Slow Juicer benötigen im Vergleich zu Zentrifugalentsaftern deutlich mehr Vorbereitungszeit, da diese die eingelegten Obst- und Gemüsesorten nicht selbst zerteilen können. Sie müssen diese also vorher klein schneiden. Auch dauert der Prozess des Entsaftens durch das Presswellenverfahren deutlich länger, jedoch gibt es auch hier einige Vorteile dieses Verfahrens. Durch eine geringere Hitzeentwicklung während des Entsaftens bleiben bei diesem Vorgang wichtige Vitamine als auch Nähr- und Ballaststoffe enthalten. Zusätzlich kann der Slow Juicer dank des Presswellenverfahrens auch eine höhere Saftausbeute als ein Zentrifugalentsafter erreichen.

  • Dampfentsafter sind besonders geeignet für die Genussfans, die gerne viel Saft produzieren und bei denen der Vitamingehalt des Saftes nicht an erster Stelle steht. Durch das genutzte Dampfverfahren werden bei hohen Temperaturen von bis zu 80 °C die Zellen der Früchte aufgebrochen, wodurch ein Großteil der vorhandenen Nähr- und Ballaststoffe, als auch Vitamine, verloren geht. Durch diese hohen Temperaturen lässt sich aber auch die Haltbarkeit der Säfte um mehrere Jahre erhöhen, vorausgesetzt, diese werden sofort in sterilisierte Flaschen abgefüllt. Auch eignet sich das Dampfverfahren am besten dafür Gelee zu gewinnen, da kein zusätzlicher Schritt zum Erhitzen des Saftes benötigt wird.

Fazit: Unsere Empfehlung für einen passenden Entsafter

Sollten Sie also eher Wert auf eine schnelle Zubereitung, wenig Aufwand beim Zerkleinern und auf einen guten Geschmack, bei dem die Vitamine nur ein toller Nebeneffekt sind, legen, dann sollten Sie sich für einen Zentrifugalentsafter entscheiden. Auch ein Dampfentsafter ist hier eine mögliche Empfehlung, vor allem wenn Sie gerne mal etwas Gelee gewinnen möchten, zum Beispiel für einen leckeren Brotaufstrich. Wenn Sie aber eher Wert auf eine vitaminreiche Erfrischung legen und Ihnen die extra Vorbereitungszeit dafür keine Umstände bereitet, ist der Slow Juicer eher das Gerät Ihrer Wahl. Achten Sie außerdem auf Merkmale wie Qualität, Saftausbeute, Kapazität des Auffangbehälters und spülmaschinenfeste Teile, damit der Entsafter auch langfristig zum Einsatz kommen kann.

 

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