In unserem expert Nähmaschinen-Kaufratgeber erfahren Sie alles, was beim Kauf Ihrer Nähmaschine wichtig ist.
Ob Anfänger oder Profi - Nähen macht Spaß und ist mit umfangreichen Möglichkeiten ein vielseitiges Hobby. Egal ob für kleine Ausbesserungen oder ein selbst genähtes Kleid: Das A und O beim Nähen ist eine gute Nähmaschine. In unserem expert-Kaufberater erklären wir Ihnen, was Sie rund um das Nähen und den Nähmaschinen-Kauf beachten sollten.
Besonders für Näh- Anfänger ist es gar nicht so leicht zu erkennen, was bei einer Nähmaschine wichtig ist. Ein typischer Anfängerfehler ist die Anschaffung einer teuren Nähmaschine mit diversen Zierstichen und komplexer Bedienung, die die Anforderungen für Einsteiger deutlich übersteigt. Auch die Wahl eines billig verarbeiteten Nähmaschinen-Modells ist nicht empfehlenswert, da diese möglicherweise schnell Defekte aufweist.
An erster Stelle steht die Frage, welche Nähprojekte Sie mit Ihrer Nähmaschine vorhaben. Überlegen Sie sich aber auch, was Sie zukünftig gerne nähen möchten. Wenn Sie oft und viel nähen, unterschiedliche Projekte und Kleidungsstücke ausprobieren möchten, dann sollte die Wahl auf ein Nähmaschinen-Modell mit größerem Funktionsumfang fallen.
Wir empfehlen Ihnen, beim Kauf Ihrer Nähmaschine auf folgende Funktionen und Eigenschaften zu achten:
Die Nähmaschine sollte mindestens die folgenden Basics an Sticharten haben:
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Sticharten |
Anwendung |
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Geradstich/Steppstich |
Geeignet zum Nähen und Absteppen, der „Standard-Stich“ ist für viele Nähprojekte geeignet |
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Zickzackstich |
Für elastische Stoffe wie Jersey, zum Applizieren, Versäubern des Saums |
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Heftstich |
Zum Kräuseln & vorläufiges Fixieren |
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Blindstich |
Für kaum sichtbare, sehr kleine Nähte bei Kleidung, Blindstichfuß notwendig |
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Knopflochstich |
Kopflöcher nähen, Knopflochfuß notwendig |
Je höher die Leistung, desto leistungsstärker die Nähmaschine. Die Spanne reicht hier von 50 bis 100 Watt. Die meisten Nähmaschinen-Modelle haben um die 70 Watt, was für den normalen Gebrauch vollkommen ausreicht.
Bei Nähmaschinen-Motoren unterscheidet man AC-Motoren und DC-Motoren. AC-Motoren sind leichter, haben es aber auch schwerer mit dickeren Stoffen. DC-Motoren machen die Nähmaschine deutlich schwerer, nähen dafür aber auch dickere Materialien wie Leder oder Jeans-Stoff problemlos.
Empfehlenswert ist außerdem eine Freiarm-Nähmaschine. Bei einer Nähmaschine mit Freiarm lässt sich ein Teil der Nähmaschine abnehmen. So lassen sich auch rundgeschlossene Kleidungsstücke nähen, wie zum Beispiel Hosenbeine oder Ärmel.
Mit der Funktion Nadelstopp oben/unten lässt sich die Position der Nadel nach einem Nähstopp bestimmen. Wenn Sie zum Beispiel die Ecke eines Kissenbezuges nähen möchten, können Sie die Nadel nach unten bewegen, den Stoff damit fixieren, drehen und ohne Verrutschen an der anderen Seite weiternähen.
Besonders für Anfänger ist eine automatische Fadenspannung erleichternd. Haben Sie zum Beispiel einen Zickzack-Stich ausgewählt, wird die Fadenspannung automatisch auf diesen Stich angepasst.
Je nach Modell kommt die Nähmaschine mit unterschiedlichem Umfang und Arten von Zubehör, wie z.B. Nahtauftrenner, Ersatz-Nadeln, Zickzackfuß, Blindstichfuß, Reißverschlussfuß, Knopflochfuß, Garnrollenstifte und Schraubendreher für die Stichplatte. Bei einem großen Umfang an nützlichem Zubehör zu Ihrer Nähmaschine müssen Sie weniger hinzukaufen.
Nähmaschinen bekannter Marken bieten häufig einen umfassenden Service für Ihre Nähmaschine. Dazu gehört, dass das passende Zubehör nachträglich erhältlich ist und Ersatzteile für Ihre Nähmaschine über den Hersteller bezogen werden können. Bei NoName-Geräten fehlt dieser Support. Renommierte Nähmaschinen-Hersteller bieten außerdem häufig eine erweiterte Garantie.
Achten Sie auch auf die Garantie der Nähmaschine. Hier gibt es große Unterschiede zwischen den Hersteller. Die gesetzlich vorgeschriebene Garantie für Nähmaschinen beträgt 2 Jahre. Einige Hersteller bieten darüber hinaus eine erweiterte Herstellergarantie für Ihre Geräte an.
Achten Sie darauf, dass die Bedienungsanleitung der Nähmaschine für Sie leicht verständlich ist, damit Sie sich jederzeit darauf zurückgreifen können.
Bei einer Haushaltsnähmaschine handelt es sich um eine Doppelstichnähmaschine. Der Stich entsteht dabei mithilfe eines Ober- und eines Unterfadens. Das Zusammenspiel aus Ober- und Unterfaden sorgt dabei für die richtige Fadenspannung, damit ein sauberer Stich erfolgt. Für den Oberfaden wird die Garnrolle in den Garnrollenhalter eingesetzt, über die Fadenführung bis zur Nadel gelegt und dort in das Nadelöhr gefädelt. Der Unterfaden wird zuerst aufgespult (eine Spule findet sich häufig im Zubehör der Nähmaschine) und dann in die Spulenkapsel unterhalb der Nadel eingesetzt.
Betätigt man das Fußpedal der Nähmaschine, geht die Nadel nach unten und sticht durch den Stoff. Sobald sie unterhalb der Stichplatte ist, entsteht dabei eine Schlaufe. Unterhalb der Stichplatte befindet sich die Spule mit Unterfaden und Greifer. Der Greifer erfasst die Schlaufe des Oberfadens und wickelt diesen einmal um die Spule. Die Schlinge löst sich vom Greifer, der Fadenhebel zieht den überschüssigen Faden hoch, zieht die Fäden anschließend fest, sodass ein fertiger Steppstich entsteht. Fadenhebel und Transporteur bringen Ober- und Unterfaden zusammen. Der Transporteur zieht den Stoff nach vorne und der Fadenhebel zieht den Unterfaden für den nächsten Stich herauf.
Man unterscheidet zwischen mechanischen Nähmaschinen, die sich über 2 Rädchen an der Seite einstellen lassen und computergesteuerten Nähmaschinen.
Bei einer mechanischen Nähmaschine wird die Nähgeschwindigkeit über das Fußpedal gesteuert. Die verschiedenen Stiche und die Fadenspannung lassen sich über ein Rädchen einstellen. Die mechanischen Modelle sind deshalb meist einfacher zu bedienen als die computergesteuerten Nähmaschinen.
Computergesteuerte Nähmaschinen vereinfachen viele Schritte beim Nähen. Das ist aber nur dann der Fall, wenn man die Bedienung beherrscht. Die Computernähmaschinen haben meist ein digitales Display und verfügen über praktische Funktionen, wie einen automatischen Fadenabschneider, eine Schnelleinfädelung und über 100 Sticharten und Programme. Computernähmaschinen sind teurer und die Bedienung ist besonders für Näher:innen mit wenig Erfahrung komplexer.
Neben der normalen Haushalts-Nähmaschine, gibt es auch spezielle Nähmaschinen wie Overlock, Coverlock oder Nähmaschinen mit Stickfunktion.
Wenn Sie Ihre genähten Werke noch individueller und kreativer gestalten möchten, dann können Sie diese zusätzliche besticken. Sticken von Hand ist gar nicht so leicht und auch recht zeitintensiv. Wer trotzdem gerne Geschenke, Decken oder Handtücher besticken möchte, für den eignet sich eine Nähmaschine mit Stickfunktion. Damit geht das Sticken schneller und deutlich einfacher als per Hand. Bei einigen Modellen können Sie direkt eine Schriftart auswählen oder Stickmuster als Vorlage über USB auf das Display Ihrer Näh- und Stickmaschine hochladen.
Mit einer Overlock-Nähmaschine lassen sich mehrere Schritte beim Nähen auf einmal durchführen: Sie kann nähen, versäubern und Stoff schneiden. Eine Overlock-Nähmschine ist kein Ersatz für eine normale Nähmaschine. Sie eignet sich eher für Näh-Profis, die häufig Kleidung nähen und diese mit besonders sorgfältigen Nähten versehen möchten. Während die Maschinen früher nur in der Industrie genutzt wurden, sind sie heute auch für zuhause zum Nähen von Kleidung sehr beliebt. Im Gegensatz zu einer Haushaltsnähmaschine arbeitet die Overlock-Nähmaschine mit zwei Nadeln und mehreren Fäden. Mit der Overlock-Nähmaschine lassen sich Stoffränder optimal bearbeiten und durch die Drei-in-Eins-Funktion geht das Nähen besonders schnell. Ein weiterer Vorteil: Overlock-Nähmaschinen ziehen den Faden in eine Naht ein, sodass kein Vernähen notwendig ist.
Eine Coverlock-Nähmaschine ist eine Säummaschine, die sich zum Nähen von Bündchen und elastischen Säumen eignet. Sie macht es möglich, perfekte Säume wie bei gekaufter Kleidung zu nähen. Sie kann nicht wie eine Overlock-Nähmaschine versäubern und schneiden und auch nicht wie eine Nähmaschine nähen. Auch hier gilt also: Die Coverlock ist eine Zusatz-Maschine für Näh-Profis, aber kein Ersatz für eine normale Nähmaschine.
Sind Sie Näh-Anfängerin oder Anfänger? Wir haben 5 Tipps für Sie, wie das Nähen zu Ihrem neuen Lieblingshobby wird. Eine kleine Anfänger-Nähkunde:
Mit einer guten Stoffschere lassen sich Stoffe jeder Art mühelos zuschneiden.
Um die Naht plus Nahtzugabe vor dem Nähen sauber abzustecken, sollten Sie Stecknadeln oder Klemmen zur Hand haben. Probieren Sie einfach aus, womit Sie besser zurechtkommen.
Mit einem Cutter lassen sich Stoffstücke präzise zuschneiden.
Diese nutzen Sie zum Abschneiden von Ecken und Kanten mit dem Cutter, sowie dem Zuschneiden von Stoffen.
Vor dem Nähen sollten die Stoffe mit einem Dampfbügeleisen gebügelt werden, damit gerade Nähte entstehen.
Beachtet man einige Dinge, macht Nähen viel Spaß! Suchen Sie eine Nähmaschine aus, die zu Ihren Nähvorhaben passt. Wichtig beim Kauf einer Nähmaschine ist außerdem, dass diese gut verarbeitet ist und über die benötigten Sticharten und Programme verfügt, die Sie für Ihre geplanten Nähprojekte benötigen. Das passende Nähzubehör (siehe: 5 Dinge, die das Nähen vereinfachen) vereinfacht das Nähen und sorgt für mehr Freude an Ihren Nähprojekten.
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Eine Overlock-Nähmaschine ist eine Ergänzung zur Nähmaschine und ermöglicht professionelles und schnelles Versäubern mit sauberen Nähten, die aussehen wie bei gekaufter Kleidung. Eine Overlock-Nähmaschine eignet sich also für Fortgeschrittene und Näh-Profis, die viel und besonders sauber nähen möchten.
Um Jersey-Stoff zu nähen benötigen Sie eine gewöhnliche Nähmaschine mit Zickzack-Nähfüßchen, Zickzackstich und Jersey-Nadeln.
Einfache Nähprojekte für Anfänger sind zum Beispiel Einkaufstaschen, Stifte-Etuis, Kissenhüllen, Haarbänder oder Babytücher. Schwieriger zu Nähen und damit eher für Fortgeschrittene geeignet ist Kleidung, wie Hosen, Röcke, Kleider oder T-Shirts.
Funktioniert die Nähmaschine nicht mehr, sollten Sie das Gerät zunächst einmal reinigen. Stoffflusen können die Funktion der Maschine beeinträchtigen. Wenn Sie die Nähmaschine länger nicht verwendet haben, kann auch Ölen helfen.
Wenn der Unterfaden Schlaufen zieht, kann das folgende Gründe haben:
Die Nähmaschine sollte vor Staub geschützt werden, damit sie reibungslos funktioniert. Eine Schutzhülle oder eine Nähmaschinen-Tasche eignet sich dafür. Achten Sie aber auch darauf, die Maschine trocken und nicht zu kalt zu lagern, damit sie keinen Schaden nimmt.